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09.02.2011

175 Jahre Sekttradition in Radebeul

Schloss Wackerbarth ist die zweitälteste Sektkellerei Deutschlands
Radebeul feiert in diesem Jahr eine 175-jährige Sekttradition. Als Nachfolger von Bussard ist Schloss Wackerbarth somit die zweitälteste Sektkellerei Deutschlands. Die Weinberge und das Schloss Wackerbarth sind allerdings älter. Das Schloss wurde 1728 gebaut. Den Grundstein für 175 Jahre Sektkompetenz legte der Kellermeister Monsieur Joseph Mouzon aus Reims, dem Herzen der Champagne. Er brachte seine Erfahrungen mit der Methode der klassischen Flaschengärung – „Methode champenoise“ - in die sächsische Lößnitz.

Im Jahr 1836 avancierte Radebeul mit den malerischen Weinbergen vor den Toren Dresdens zum beliebten Treffpunkt bedeutender Wissenschaftler, zahlreicher Künstler und berühmter Persönlichkeiten. In deren Mitte reifte die Idee für eine sächsische Manufaktur moussierender Weine. Am 3. August 1836 gründeten drei angesehene Weingutsbesitzer die dafür notwendige Aktiengesellschaft. Bereits im ersten Jahr wurden 37.000 Flaschen Sekt aus einheimischen blauen Burgundertrauben produziert. Zur Sektfabrikation verwendete man anfangs Trauben aus der Lößnitz und deren näheren Umgebung. Seit 1880 kamen die Trauben aufgrund der stetig gestiegenen Nachfrage dann auch von Rhein, Mosel und direkt aus der Champagne.

1899 wurde die florierende Fabrik an die Firma „H. Schönrocks Nachfolger“ verkauft, die sie als "Sektkellerei Bussard GmbH" weiterführte und unter dem Namen „Bussard“ bekannt machte. 1958 wurde die Sektproduktion auf Schloss Wackerbarth aufgenommen und 20 Jahre darauf war der Umzug von Bussard in die Räumlichkeiten von Schloss Wackerbarth endgültig vollzogen.

Schloss Wackerbarth führt nach der Sanierung und Wiedereröffnung 2002 die Sekthistorie fort. Nach der französischen Tradition des Kellermeisters Monsieur Mouzon vermählt auch Jürgen Aumüller, heute Kellermeister von Schloss Wackerbarth, die Trauben zu prickelndem Genuss. Die Wiedereinführung des Bussard-Sektes erfolgte im Jahr 2004. Für die Qualität der Sekte vom Staatsweingut spricht der Verkauf der klassischen Flaschengärung mit einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich 20 Prozent.

Zum Jubiläum kommt eine neue Sekt-Rarität aus handverlesenen sächsischen Riesling-Trauben auf den Markt. Der Riesling aus der Lage Seußlitzer Heinrichsburg wurde im Oktober 2008 gelesen. In der Flasche zwölf Monate gereift und von Hand gerüttelt, entfaltet der Sekt eine feine Perlage und zarte Aromen von Weinbergspfirsich, Grapefruit und Maracuja. Das Herstellverfahren ist die Klassische Flaschengärung.

Quelle: Dresden Marketing GmbH
Informationen zu: Schloss Wackerbarth
Informationen zu: Gasthaus Schloss Wackerbarth
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