Gut eine Woche vor dem Start der ersten Tage der Industriekultur in Chemnitz vom 10.-12. September können die Veranstalter eine hohe Resonanz verzeichnen. Die Führungen durch die Unternehmen im Rahmen der in Deutschland einzigartigen Langen Nacht der Industrie sind bereits seit der Online-Schaltung des Reservierungssystems stark nachgefragt. Insgesamt werden an diesem Abend 3.000 Führungen für die interessierten Besucher angeboten. Davon sind derzeit bereits etwa 1.000 Führungen reserviert. Gästen, die sicher sein möchten, ihr „Favorit-Unternehmen“ besichtigen zu können, wird geraten, die entsprechenden Führungen im Vorfeld unter
www.industriekultur-chemnitz.de zu reservieren. Auch die Tourist-Information Chemnitz kann ein großes Interesse an den Veranstaltungen im Rahmen der Tage der Industriekultur verzeichnen. Mit dem 3-Euro-Shuttle-Ticket bringen spezielle Shuttle-Busse und das Netz des Verkehrsverbundes Mittelsachsen die Nachtschwärmer zu allen Veranstaltungsorten am Freitagabend.
Insgesamt bieten nunmehr 20 Unternehmen Einblicke in ihre Produktion an, denn die Firma StarragHeckert GmbH konnte noch als Partner gewonnen werden. Die StarragHeckert GmbH gehört zu einer weltweit führenden Werkzeugmaschinengruppe mit Holdingsitz in Rorschacherberg (Schweiz). Der Produktionsstandort Chemnitz ist zuständig für die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von CNC-gesteuerten Fräsbearbeitungszentren und flexiblen Fertigungssystemen. Besucher können bei der Herstellung von hochpräzisen Maschinenteilen den MitarbeiterInnen in der Fertigung über die Schulter schauen.
Nach dem großen Erfolg des historischen Loktransports mit rund 45.000 Besuchern im vergangenen Jahr finden die Tage der Industriekultur in Chemnitz erstmals statt. Auftakt des Festwochenendes ist die Lange Nacht der Industrie am 10. September, bei der insgesamt zwanzig Unternehmen von der Gießerei bis zur High-Tech-Firma besichtigt werden können. Um 17.30 Uhr wird sie von Peter Nothnagel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, auf dem Neumarkt eröffnet. An allen drei Tagen versetzt ein historischer Gründerzeitmarkt mit Fahrgeschäften und Marktständen die Besucher ins 19. Jahrhundert. Typische Waren aus der Zeit der Industrialisierung, wie zum Beispiel Steingut, Stoffe, Blumen oder Schmuck werden im historischen Ambiente feilgeboten. Dazu präsentieren Kunsthandwerker ihr Können. Kinder können sich auf einem alten Kettenflieger, einer Schiffschaukel oder einem Karussell vergnügen. Ein Bühnenprogramm versetzt die Besucher mit Live-Musik aus der Gründerzeit, historischer Bühnengaukelei und Theateraufführungen in die Zeit der ersten großen Blüte von Chemnitz zurück.
Bei einem historischen Festumzug am 11. September ziehen Pferde wie zu Zeiten des „sächsischen Lokomotivkönigs“ Richard Hartmann eine Dampflokomotive durch die Innenstadt. Im Jahr der Jubiläen „175 Jahre Deutsche Eisenbahn“ und „125 Jahre Wanderer Werke“ bewegt der historische Festumzug rund 80 Tonnen sächsische Eisenbahngeschichte sowie historische Wanderer-Automobile, Motorräder und Fahrräder durch die Innenstadt. Bereits ab 9 Uhr passieren über Hundert Oldtimer der Historic Rallye Erzgebirge die Umzugsstrecke. Um 10.15 Uhr eröffnet dann Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig auf der Bühne an der Hartmannstraße die Veranstaltung. Live-Musik verkürzt die Wartezeit bis zum Start des Festumzuges um 11 Uhr.
Nach Ankunft des Festumzuges am Hauptbahnhof gibt es einen Großen Bahnhof mit Baggerballett, Führungen und Veranstaltungen rund um die Bahn und den Bahnhofsumbau. Feuershow und Party beschließen das Programm am Abend. Am 12. September, dem Tag des offenen Denkmals, laden die technischen Museen und Industriedenkmäler der Stadt zur „IndustriekulTOUR“ ein. Besondere Angebote zum Mitmachen und Einblicke in sonst verschlossene Gebäude laden zum Entdecken der vielfältigen Chemnitzer Industriegeschichte ein. Einen besonderen Programmpunkt zum Abschluss bietet das Sächsische Eisenbahnmuseum in Chemnitz-Hilbersdorf: Die Jazzbanausen spielen dort zu ihrem fünfjährigen Jubiläum fünf Stunden lang feinsten Jazz, Dixie, Blues und Swing.
Das Programmheft für die Tage der Industriekultur ist abrufbar in der Tourist-Information Chemnitz (Tel. 0371/ 690 680, info@chemnitz-tourismus.de) oder unter www.Industriekultur-Chemnitz.de. Dort können auch Reservierungen für die kostenfreien Führungen durch die Betriebe im Rahmen der Langen Nacht der Industrie vorgenommen werden. Bei der Langen Nacht der Industrie ermöglicht ein Shuttle-Ticket zum Preis von 3 Euro die Nutzung der speziellen Shuttle-Busse und des Netzes des Verkehrsverbundes Mittelsachsen in Chemnitz (Tarifzone 13) am 10.09.2010. Bei der IndustriekulTOUR berechtigt ein Kombi-Ticket zum Preis von 7 Euro (ermäßigt 4 Euro) zum Eintritt in alle teilnehmenden Einrichtungen sowie zur Nutzung der speziellen Shuttle-Busse und des Netzes des Verkehrsverbundes Mittelsachsen in Chemnitz (Tarifzone 13) am 12.09.2010. Die Tickets sind erhältlich in der Tourist-Information Chemnitz und im Mobilitätszentrum der CVAG.
Wer die Tage der Industriekultur unterstützen möchte, kann eine limitierte Richard-Hartmann-Aktie nach dem Vorbild der historischen Hartmann-Aktien zum Preis von 120 Euro erwerben. Im Gegenzug können die Aktienkäufer den Festumzug mit Historischem Loktransport am 11. September von der VIP-Tribüne am Hartmannplatz verfolgen und erhalten zudem einen persönlichen Papphocker als Andenken sowie ein Frei-Ticket für die IndustriekulTOUR am 12. September im Wert von sieben Euro. Es werden maximal 250 Zertifikate ausgegeben. Die Aktien sind erhältlich in der Tourist-Information. Am 11. September sind auf der Ehrentribüne an der Hartmannstraße Plätze für Medienvertreter reserviert. Anmeldung bitte bis 9. September per E-Mail unter Angabe von Namen, Redaktion und Kontaktdaten an endler@chemnitz-tourismus.de.
Quelle: City-Management und Tourismus Chemnitz GmbH