Seit 1. August neues NH-Hotel / Im nächsten Jahr öffnen vier große preisgünstige Häuser / Dresden Tourismus GmbH sieht große Herausforderung
Am 1. August öffnete das 4-Sterne
NH-Hotel am Altmarkt seine Pforten und bietet Dresden-Gästen weitere 480 Betten in 238 Zimmer an. Nach der Eröffnung des Innside Hotel by Melia am
Neumarkt mit 180 Zimmern erhöhte sich damit das Hotelangebot auf 109 Hotels mit 18.178 Betten.
Im Bau sind weitere Hotels, die im Jahre 2011 eröffnen sollen. Am Palaisplatz in der Neustadt wird im Frühjahr das erste Motel one in Dresden mit 180 Zimmern öffnen. Für ein weiteres Hotel der Kette am
Postplatz soll im Herbst der Grundstein gelegt werden. An der Südseite des
Altmarkts, nur wenige Meter vom neuen NH-Hotel entfernt entsteht ein Holiday Inn Express und in der Erweiterung der Altmarkt-Galerie, die fast mit dem Rohbau fertig ist, wird im kommenden Jahr ein Etap-Hotel eröffnen. Am Rande der Friedrichstadt entsteht derzeit ein B&B Hotel der französischen Economy-Hotelgruppe mit 299 Betten in 131 Zimmern.
Auch am Dresdner Neumarkt, rund um die
Frauenkirche, wo bereits vier Hotels die Gäste empfangen, entstehen zwei neue Häuser. Das British Hotel des Schweizer Ferienanbieters Hapimag wird noch in diesem Jahr 37 Appartements anbieten. Für das Swissotel Schlosshotel erfolgte kürzlich die Grundsteinlegung.
Mit allen Projekten, die im Bau befindlich sind, bekommt Dresden weitere 1.500 Zimmer dazu. Für acht weitere Hotels wurden Baugenehmigungen und Bauvorbescheide erteilt. Allerdings ist noch nicht sicher, ob die Investoren an ihren Projekten festhalten werden.
Für die Gäste der Stadt hat der Hotelboom in Dresden Vorteile. Zum einen ist die Auswahl größer und neben der bisher guten Ausstattung mit 4- und 5-Sterne-Häusern werden jetzt auch mehr preiswerte Übernachtungen angeboten. Bei großen Kongressen und kulturellen Highlights gibt es weniger Engpässe bei Hotelzimmern. Und schließlich können die Gäste beim größeren Wettbewerb auf dem Dresdner Hotelmarkt mit günstigen Preisen rechnen. In den Fachmedien wird bereits gemeldet, dass Dresden die günstigsten Hotelpreise der deutschen Großstädte anbietet.
Diese Entwicklung auf dem Dresdner Hotelmarkt wird von den etablierten Hoteliers zwar mit großer Skepsis gesehen. Sie fürchten sinkende Auslastungen ihrer Häuser. Lars Knüpfer, Geschäftsführer der Dresden Tourismus GmbH sieht jedoch darin einen Ansporn für die touristische Vermarktung der Stadt: „Wir stehen vor der großen Herausforderung, die Kapazitäten, die geschaffen werden, auch füllen zu müssen. Viele kleine Anbieter können aber den Wettbewerb mit den Großen durchaus aufnehmen. Sie können durch gute Kundenbindung, sehr gute Qualität und individuelle Angebote gegensteuern.“
Quelle: DMG