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18.03.2010

Evelin Heimann will Weltrekord aufstellen

In 100 Tagen will die Riesaer Autorin an 100 Orten 100 Lesungen halten

Die Riesaer Autorin Evelin Heimann plant einen Weltrekord. In 100 Tagen will sie in 100 Orten lesen. Dabei besuchte sie auch die Strehlaer Jugendherberge. Robert Slawinski aus Görzig hilft ihr dabei und liest auch einige Seiten vor. Foto: Lutz Weidler
Es ist ein Mammutprogramm, das sich Evelin Heimann vorgenommen hat. 100 Orte will sie in 100 Tagen bereisen, um dort jeweils einmal aus ihrer Kriminalromanreihe „Jo, Süße“ zu lesen. Es ist ein Weltrekordversuch.

Gestartet hat sie den Rekordversuch in Riesa. Dort hat die Autorin mit ihrem Ehemann einen eigenen Verlag. Da galt es natürlich, mit der Lesereise erst einmal die nähere Umgebung zu beglücken. Auch die Jugendherberge in Strehla stand dabei auf dem Programm. Mit ihrer unkonventionellen Art zu lesen kam sie beim Publikum gut an. „In Jugendeinrichtungen fühle ich mich besonders wohl“, sagte Evelin Heimann. Dabei seien ihre Bücher gar nicht nur für Jugendliche gedacht. „Ich will eigentlich alle Menschen erreichen, die gern lesen und Spaß an witzigen Kriminalgeschichten haben.“

Eine 100-tägige Lesereise selbst zu organisieren, sei keine leichte Aufgabe. Bereits im vergangenen August hat sie mit der Auswahl der Veranstaltungsorte begonnen. Etwa 90 hat sie schon in ihrem Terminkalender stehen. „Die restlichen zehn Orte finden sich auch noch“, sagte Evelin Heimann. Ihre Fahrt führt sie dabei quer durch die Republik. Nicht nur Sachsen besucht sie, sondern unter anderem auch Nordrhein-Westfalen, Bayern und Brandenburg. Dabei muss sie nicht nur lesen, sondern ihr Publikum auch ein Formular ausfüllen lassen. Mindestens zwei Unterschriften braucht sie, um sich ihre Lesung bestätigen zu lassen. Nur so kann bei der Prüfung durch das Guinnessbuchteam auch ein gültiger Weltrekord herauskommen.

Leider habe sie manchmal Probleme, genügend Publikum zu finden. „An der Öffentlichkeitsarbeit mangelt es an manchen Stellen noch“, sagte Evelin Heimann. Es sei schwierig, zwischen vier und zehn Zuhörer zu finden. Auch in Strehla waren es kaum mehr. „Davon lasse ich mich aber nicht entmutigen. Wenn es mit dem Rekord klappt, wird sich das noch herumsprechen“, sagte Evelin Heimann. Schließlich habe sie die Lesereise in Angriff genommen, um ihre Bücher in Deutschland bekannter zu machen. Helfen könnte ihr dabei auch der 18. Juni. Am 100.Tag ihrer Reise beginnt in Köln ein neuer Rekordversuch im 100-Tage-Dauerlesen.

Quelle: Sächsische Zeitung
 

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