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22.04.2017

„Permanenter Neuanfang“ auf dem Dresdner Neumarkt bis 2019

Ab Dienstag, 25. April 2017
Ab dem 25. April wird auf dem Dresdner Neumarkt die Skulptur „Denkmal für den permanenten Neuanfang" stehen. Die Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch weiht sie 16 Uhr gemeinsam mit den Hamburger Künstlern Heike Mutter und Ulrich Genth ein.

Die Skulptur wird für zwei Jahre auf dem Neumarkt eine Dreieckskonstellation mit den vorhandenen Denkmälern Martin Luthers und Friedrich August des II bilden. Sie besteht aus einer umgebauten und in Hautfarbe lackierten Hebebühne, auf deren Plattform Teilabgüsse von bekannten Dresdner Denkmälern zu einer dreidimensionalen Collage zusammengefügt sind. Auf der Arbeitsfläche der Hebebühne steht eine große, regelmäßig perforierte Bronzehohlkugel auf einer kleinen Säule. Sie nimmt Bezug auf Elfenbeindrechselarbeiten aus der Zeit des Absolutismus, die in den Dresdner Kunstsammlungen ausgestellt sind. Darüber ist ein bronzener Abguss des rechten Arms der Trümmerfrau beweglich in einem Gestänge montiert. Dieser gibt in unkalkulierbaren, zufälligen Zeitintervallen einen hörbaren Schlag auf die Kugel ab. Als drittes Element ist der wehende Schleier einer der Figuren des Mozartdenkmals mit dem ihn tragenden, tänzerisch bewegten Arm zu sehen. Alle Figurenfragmente sind an einem Gestänge befestigt ist, das an medizinische Fixateure erinnert. Die Original-Hebebühne wird im ausgefahrenen Zustand stabilisiert. Um die Standfläche zu vergrößern werden zusätzliche Stützen angebracht. Die Gesamthöhe der Skulptur beträgt 7,46 Meter. Ihre Standfläche ist 3,87 Meter mal 2,48 Meter. Sie besteht aus Edelstahl, lackiertem Stahl, Bronze, Aluminium sowie mechanischen und elektronischen Bauteilen.

Der Vorschlag für die Skulptur entstand 2011, als die Kunstkommission für Kunst im öffentlichen Raum unter dem Titel DRESDEN-PERSPEKTIVEN FÜR KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM ein Symposium im ehemaligen Heizkraftwerk Mitte veranstaltete, mit dem Ziel, künstlerische Diskussionen zu Stadtraum und Stadtentwicklung anzuregen und einen produktiven Prozess in der Stadt für Kunst im öffentlichen Raum zu bewirken.

Die Gesamtkosten für dieses Projekt betragen 60 000 Euro, die aus dem Budget für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Dresden zur Verfügung gestellt werden. Für die Realisierung der künstlerischen Arbeit konnten die Künstler überwiegend ortsansässige Firmen gewinnen: Kunstgießerei Gebr. Ihle (Dresden), Metallbau Kaden und Döring (Halsbrücke), Engelbach+Partner (Dresden), Klinkenbusch+Kunze Architektur und Gestaltung (Dresden) und Jörn Zehe (Hamburg).

Quelle: Landeshauptstadt Dresden / Presse
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