15000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und 50000 Quadratmeter Außenareal – so lauten die imposanten Eckdaten der diesjährigen internationalen Ausstellung der zeitgenössischen Künste, der Ostrale in Dresden. Beeindruckend sind nicht nur die Ausmaße, sondern auch das Gebotene: aus 600 Bewerbungen wurden 123 Künstler ausgewählt, die nun ihre Arbeiten in den Räumlichkeiten des Hans Erlwein Schlachthofs bis zum 4. September ausstellen dürfen.
Die diesjährige Ostrale unter der Schirmherrschaft von Karl-Heinz Lambertz, dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, ist an das Werk des US-Amerikaners Kurt Vonnegut angelehnt. Sein Roman Slaughterhouse 5 ist bekannt für das Aufbrechen gewohnter Strukturen und steht durch seine Handlung im bombardierten Dresden in engem Zusammenhang mit den Ausstellungsräumen.
Die präsentierte zeitgenössische Kunst bildet ein breites Spektrum und wurde in verschiedene Module unterteilt. So beinhaltet das Modul Ostrale.xtra Werke, die sich sowohl mit Räumen, als auch mit Arealen auseinander setzen und die sich zwischen darstellender und bildender Kunst befinden. Das bereits 2010 ins Leben gerufene Modul Out of Ostrale bezeichnet eine Wanderausstellung, die mit ausgewählten Arbeiten im Anschluss an die Ostrale in verschiedenen europäischen Städten stattfinden wird. Das internationale Kunsthochschulnetzwerk IAM (international art moves), ein neues Projekt der OSTRALE, zeigt 2011 die ersten Ergebnisse. Die Ostrale zeigt ein abwechslungsreiches Gesicht, welches sich auch im vielschichtigen Programm wiederspiegelt.
Zur Ostrale werden verschiedene kostenpflichtige Workshops angeboten. Diese reichen von einem Block-Workshop über kollaborative Projektentwicklung, einen Kurs in dem das Fotografieren ohne Kamera das Thema ist, bis hin zu „Recycling Utopia“, wo aus Materialresten eine Klangskulptur konstruiert wird. Außerdem werden unter der Woche Führungen über das Ausstellungsgelände angeboten, an deren Anschluss die Möglichkeit besteht die Publikumswerkstatt zu besuchen. Die internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst bietet daher für jeden Geschmack etwas, so gibt es neben großflächig angelegten Installationen und interessant in Szene gesetzten Fotografien diverse andere Kunstformen zu besichtigen.
Daten und Fakten
1. Juli- 4. September 2011
Ehemaliges Schlachthofareal auf der Ostrainsel, zwischen Marienbrücke und Alberthafen Friedrichstadt
Tickets unter http://www.ostrale.de/de/tickets/tickets.html
Ruth Steinberg