Das Dresdner Museum für Völkerkunde wurde 1875 als Teil des Naturhistorischen Museums gegründet. Seine ältesten Bestände gehen auf die Kunstkammer der Wettiner zurück, die wie alle Fürsten ein Naturalien- und Kuriositätenkabinett anlegten. Gegenwärtig umfasst die ethnographische Sammlung rund 90.000 Objekte aus allen Teilen der Welt.
Am 19. Oktober 2012 eröffnet das Museum den ersten Teil der neuen Dauerausstellung. Zentrales Exponat ist das Damaskuszimmer, ein Empfangsraum eines vornehmen damaszener Wohnhauses. Die reich dekorierte Wand- und Deckenvertäfelung ist im Stil des sogenannten türkischen Rokoko gearbeitet. Gezeigt werden auch farbenprächtige Wohntextilien aus dem Großraum Westasien: Seidenstickereien aus Mittelasien, sogenannte türkische Handtücher aus dem Osmanischen Reich, kurdische Knüpfteppiche aus Ostanatolien oder feine Wollstickereien aus Persien.