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Alles Musik

Klänge, Töne, Melodien an der Elbe

Dresden hat historisch, kulturell und architektonisch viel zu bieten. Es ist eine Stadt, die viel erlebt hat und in jeder Hinsicht stolz auf ihre großen musikalischen Institutionen wie den Dresdner Kreuzchor, die Semperoper, die Dresdner Philharmonie und die Staatsoperette sein kann. So manche Tradition wird hier in jungen Jahren schon zum Klassiker.

Jubiläum einer kulturellen Institution – 800 Jahre Kreuzchor
Der Dresdner Kreuzchor blickt in diesem Jahr auf sein 800-jähriges Bestehen zurück. Das macht ihn zu einem der ältesten Knabenchöre Deutschland! Zu diesem Anlass gab es bereits im März eine feierliche Veranstaltung gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle in der Semperoper.
Auch beim diesjährigen Dresdner Stadtfest im August wird der Kreuzchor mit einem Konzert vertreten sein und seine Zuhörer begeistern.
Die Geschichte des Kreuzchores begann mit der Einrichtung einer Lateinschule, aus der ein Knabenchor entstand. Bis heute ist der Kreuzchor fester Bestandteil bei Vespern und Gottesdiensten in der Dresdner Kreuzkirche, der evangelischen Hauptkirche Dresdens. Ein besonderes Ansehen genießt der Chor nicht nur hierzulande, sondern auch bei Veranstaltungen in Deutschland, Europa, Asien sowie Latein- und Nordamerika.

Auf ins neue Kraftwerk Mitte – die Staatsoperette Dresden
In diesem Jahr ist auch die Staatsoperette Dresden in aller Munde, deren neuer Standort sich aktuell noch im Umbau befindet. Im Dezember 2016 wird das neue Gebäude eröffnet, das sich im einstigen Kraftwerk Mitte befindet. Vor allem aus Kapazitätsgründen ist der Umzug für alle Beteiligten und insbesondere die Besucher eine große Bereicherung.
Die Staatsoperette beschäftigt weiterhin das Ensemble des tjg. Dazu gehört das tjg. Theater junge Generation, tjg. Schauspiel, tjg. Puppentheater und tjg. Theater-Akademie.
Zur Eröffnung des Kraftwerk Mitte wurde ein einzigartiges Programm konzipiert. Geplant ist eine großartige Gala mit gleich zwei Premieren, bestehend aus einem Musical und einer Operette.
Ab Januar 2017 setzt sich dann der reguläre Spielbetrieb fort. Zum breiten Repertoire von Deutschlands einzigem Operettentheater gehören neben Operetten auch Spielopern und Musicals, Konzerte, Gastspiele und viele Neuinszenierungen.

Das neue Gebäude wird viel verändern. Man darf sich auf eine große Bühne (zwei Seitenbühnen, eine Hinterbühne), eine Drehscheibe und mehrere Podien für spektakuläre Auftritte freuen. Ein wichtiger Pluspunkt für den zentralen Standort ist die gute Anbindung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus-, Straßenbahn- und S-Bahn-Haltestellen befinden sich in unmittelbarer Umgebung.
Noch bis zu ihrem Einzug ins Kraftwerk Mitte befindet sich die Staatsoperette Dresden im südöstlichen Teil der Stadt in Leuben. Diesen Standort nahm es nach dem zweiten Weltkrieg ein, als durch die zerstörte Innenstadt viele neue Theaterhäuser gegründet wurden. Seit dem 18.8. 1947 fungierte der Gasthof „Feen-Palast“ als neues Apollo-Theater und stellte gleichzeitig den ersten Umbau eines Theaters in Sachsen nach dem Krieg dar. Die eigentliche Geburtsstunde der heutigen Staatsoperette Dresden wird auf den 2.10. 1947 datiert, mit der ersten Aufführung der „Lustigen Witwe“.

Philharmonischer Klang
Die Dresdner Philharmonie wurde 1870 gegründet und genießt international hohes Ansehen.
Sie zeichnet sich durch zahlreiche Sinfonie- und Kammermusikkonzerte aus und ist bei Veranstaltungen wie dem Tanz in den Mai oder den Dresdner Musikfestspielen vertreten. Als Konzertorchester prägt sie mit über 80 Veranstaltungen im Jahr wesentlich das kulturelle Leben der Stadt.
In Sachen Umbau steht auch für die Philharmonie eine interessante Zeit bevor; im März 2017 wird endlich der neue Kulturpalast Dresden, die Heimstätte der Philharmonie, eröffnet. Zukünftig wird es hier einen neuen, großen Konzertsaal mit ausgezeichneter Akustik geben.

Musikalisches Wahrzeichen der Stadt: die Semperoper
Sie ist wahrhaft eine Institution in Dresden: die Semperoper. Ihre lange Geschichte voller Höhen und Tiefen ist untrennbar mit dem Schicksal der Stadt Dresden verbunden.
Namensgeber eines der weltweit schönsten Opernhäuser ist der Architekt Gottfried Semper, der in den Jahren 1838–1841 für den ersten und noch einmal 1871–1878 nach einem Brand für den zweiten Bau des königlichen Hoftheaters verantwortlich war.
Nach der erneuten Zerstörung während der Luftangriffe auf Dresden 1945 dauerte es vierzig Jahre, in denen die Dresdner auf ihre Oper verzichten mussten. Der Aufbau begann 1977, die feierliche Eröffnung fand am 13. Februar 1985 mit der Aufführung des „Freischütz“ von Carl Maria von Weber statt.
Untrennbar verbunden ist die Semperoper mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, einem der ältesten und renommiertesten Orchester weltweit.
Das Programm selbst darf natürlich auch nicht vergessen werden; neben der klassischen Oper gibt es das Ballett und die Junge Szene. Der Spielplan 2015/16 offenbart wieder einige Schätze – derzeit laufen die Opern „Die Zauberflöte“ und „Alcina“; das Ballettstück „Cow“ sowie die Symphoniekonzerte und Kammerabende der Staatskapelle.
Darüber hinaus ist die Semperoper Standort für die Dresdner Musikfestspiele, die Barock-Tage und hält Benefizkonzerte sowie weitere feierliche Veranstaltungen ab.
Eng verbunden mit dem Opernhaus ist auch der Semperopernball, der alljährlich im Januar stattfindet.

Musikfestivals Teil 1: „ZEIT“ in Dresden
Neben den altehrwürdigen Institutionen gibt es in Dresden jedes Jahr eine Reihe musikalischer Events mit einer Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus.
Die Musikfestspiele Dresden sind solch ein Highlight. Vier Wochen lang, in diesem Jahr vom 5. Mai bis zum 5. Juni, wird es allabendlich Konzerte in Dresden (z.B. Frauenkirche oder Semperoper), auf Schloss Wackerbarth in Radebeul oder in Schloss Pillnitz geben. Mit dabei sind die Sächsische Staatskapelle, das Cullberg Ballet Stockholm, die Berliner Philharmonie, das Kammerorchester Basel & Hope und viele weitere Künstler.
Die Musikfestspiele Dresden wurden 1978 begründet. Seit jeher bieten sie einen bunten Mix aus klassischer Kammer- und Orgelmusik, Jazz und neuen Hits am Klavier oder als Sologesang. Ihr Motto in diesem Jahr lautet „ZEIT“.

Musikfestivals Teil 2: Jede Menge Jazz!
Dresden im Mai: Saxophon-Klänge zu Wasser und zu Lande, überall Männer mit Fliegen und große Menschenmengen. Zeit für das legendäre Internationale Dixieland Festival!
Vom Morgen des 15. bis zum Abend des 22. Mai 2016 gibt es ein unterhaltsames Programm quer durch Dresden. Die Kinder werden im Zoo, bei Veranstaltungen im Rundkino und dem Pfingstausflug nach Schloss Wackerbarth amüsiert. Die Großen schwingen bei „New Orleans & Boogie Woogie Piano“ , der Riverboat-Shuffle oder einer klassischen Jazz-Party das Tanzbein. Konzerte gibt es in den Sälen der großen Spielstätten oder ganz einfach auf der Straße, im Einkaufszentrum und auf dem Schiff.
Im Jahr 1971 als Internationales Dixieland Festival gegründet, entwickelte es sich bis heute zu einem der wichtigsten und besucherintensivsten Veranstaltungen Sachsens.
Für Freunde der Musikrichtung Jazz gibt es noch ein weiteres Highlight – die Jazztage Dresden.
Folgende Künstler haben ihr Kommen schon zugesagt: die Balkan-Brass-Band Fanfare Ciocarlia mit ihrem „20 Jahre Fanfare Ciocarlia! Onward to Mars“, der „deutsche Sinatra“ Tom Gaebel und sein Programm „Licence to Swing“, Mnozil Brass mit ihrem Konzert „Yes,Yes,Yes“ und die vier polnischen Streicher Mozart Group mit ihrer gleichnamigen Show. Das komplette Programm ist unter http://www.jazztage-dresden.de/de/programm/ einzusehen.
Die Jazztage Dresden finden erst seit 2006 in Dresden statt. 2001 wurden sie zum ersten Mal in Unkersdorf veranstaltet, nach fünf Jahren entschied man sich für die Verlegung
in die Landeshauptstadt. Einer der Mitbegründer ist Kilian Forster, der als Bassist in der Band Klazz Brothers spielt und seit 2009 als Intendant der Jazztage fungiert.

Rund um Dresden
Das Moritzburg Festival ist eine aus dem musikalischen Leben Dresdens nicht wegzudenkende Größe.
Dieses einzigartige Kammermusikfestival gibt es bereits seit 1993. Zur musikalischen "Werkstatt" wird das Festival durch die Moritzburg Festival Akademie. Seit 2006 findet sie im Rahmen des Festivals statt und bietet jungen, hochtalentierten Musikstudenten aus aller Welt die Möglichkeit, Werke der Kammerorchesterliteratur und Kammermusik einzustudieren und im Rahmen des Festivals einem breiten Publikum darzubieten. Spielstätten sind die Schlösser in Moritzburg und Proschwitz, die Kirche in Moritzburg, die Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden und die Frauenkirche Dresden.

Auf in einen klangvollen Sommer!

Musikalische Sommerevents 2016 rund um Dresden:
17. bis 26. Juni
Neue Burgfestspiele Meißen
unter anderem mit der Leipziger Liedertafel und dem Dresdner Kreuzchor
täglich Abendveranstaltungen sowie nachmittägliche Events am 25. und 26. Juni 2016 auf dem Burghof Meißen

26. Juni bis 28. August
Musik an den Höfen des Meißnischen Landadels
Veranstaltungen auf Schloss Proschwitz, Schloss Schönfeld, Schloss Batzdorf u.a.
Konzerte jeweils um 16 und 18 Uhr

8. bis 30. Juli
Festung Königstein Open Air
Konzerte von Wenzel & Band, Stilbruch, Kärbholz & Saitenfeuer u.a.
Veranstaltungen jeweils Freitag bis Sonntag

6. bis 21. August
Moritzburg Festival
Eines der weltweit angesehensten Festivals für Kammermusik präsentiert hochkarätige musikalische Aufführungen und Meisterkonzerte mit verschiedenen internationalen Künstlern an verschiedenen Aufführungsorten.

 
Ausgewählte Themen
Klänge, Töne, Melodien an der Elbe
Termine und Informationen für den Sommer 2016 auf einem Blick!
Die "Dresden eDition" ist erschienen