Der Neumarkt in Dresden ist neben dem
Altmarkt einer der bekanntesten Plätze in der Innenstadt. Wie dieser gehört er zu den ältesten Siedlungskernen und über lange Zeit auch zu den gesellschaftlichen Zentren Dresdens. Der Neumarkt wird begrenzt durch die Frauenkirche, das Johanneum, den Kulturpalast und das Kurländer Palais.
Ausgelöst durch den Wiederaufbau der
Frauenkirche wurde auch der Neumarkt innerhalb der letzten Jahre massiv umgestaltet und teilweise nach historischem Vorbild neu aufgebaut. Bis dahin war er eine der letzten Ruinen im Stadtkern, die an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg erinnerten.
Aufgeteilt in acht verschiedene Bebauungsquartiere verändert der Platz seine Gestalt auch gegenwärtig fortlaufend. Die Parzellen rund um die Frauenkirche beziehungsweise zwischen
Kulturpalast,
Schloss, Sekundogenitur,
Kunsthochschule,
Albertinum und Landhaus bezeichnet sind teilweise noch unvollendet.
Der Wiederaufbau oder Neubau des Platzes geht einher mit einer heftigen Kontroverse, die insbesondere bei der Frage der originalgetreuen Rekonstruktion historischer Bauten verschiedene Meinungen produziert.
Der Neumarkt ist vor allem ein Platz für die Touristen und seit der Weihe der Frauenkirche 2005 auch eine herausragende Sehenswürdigkeit. Hier befinden sich zahlreiche Hotels und Restaurants, touristische Dienstleister und Informationspunkte. Die Stadt Dresden plant durch ein 2010 ins Leben gerufenes Bürgerforum, den Platz auch im Sinne der Dresdner Bevölkerung zu gestalten, um ihn - wie in früherer Zeit - als ein gesellschaftliches Zentrum der Landeshauptstadt zu etablieren.