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Sächsisches Märchenland

Burgen und Schlösser im Dresdner Umland

Mittelalterliche Burgen und trutzige Festungen, verwunschene Schlösser, abgeschiedene Klöster und malerische Parkanlagen sind steinerne Zeugen einer Epoche, die – wie hervorragend erhaltene „ Überreste“ beweisen – eine glückliche gewesen sein muss: Sachsen ist besonders reich an architektonischen Hinterlassenschaften seiner blaublütigen Herrscher und viele beliebte Ausflugsziele gehen auf August den Starken zurück. Die Regentschaft dieser schillernden Persönlichkeit war mit einer regen Bautätigkeit verbunden, als Mäzen gestaltete er Dresden zu einer führenden Metropole des Barock, das Umland ließ er durch eine Reihe von Lustschlössern kultivieren.  

Ausschweifende Dekadenz betrachtet man heute in Schloss Moritzburg. Hier offenbart sich die Pracht höfischer Wohnkultur im 18. Jahrhundert: Edles Mobiliar, Goldledertapeten, Gemäldesammlungen und teures Porzellan lassen auf einen glamourösen Geschmack des Schlossherrn schließen. Unter dem beleibten Kurfürsten wurde das einstige Jagdschloss zum Austragungsort rauschender Gelage und Feste.

Burg Stolpen (Schloßstraße 10, 01833 Stolpen) ist ein eher düsteres Wahrzeichenseiner Herrschaft: Der „Coselturm“ verweist auf das tragische Schicksal einer verstoßenen Mätresse, die in diesen Mauern voller dunkler Verliese 49 Jahre verbrachte. Heute gilt die 800 Jahre alte Burg auf dem Basaltberg als Ort lebendiger Geschichte, es gibt ein Museum, ein breites Veranstaltungsprogramm und eine großartige mittelalterliche Anlage zu entdecken. ) ist ein eher düsteres Wahrzeichenseiner Herrschaft: Der „Coselturm“ verweist auf das tragische Schicksal einer verstoßenen Mätresse, die in diesen Mauern voller dunkler Verliese 49 Jahre verbrachte. Heute gilt die 800 Jahre alte Burg auf dem Basaltberg als Ort lebendiger Geschichte, es gibt ein Museum, ein breites Veranstaltungsprogramm und eine großartige mittelalterliche Anlage zu entdecken. 

Ländlicher Charme empfängt die Besucher an der Schnittstelle von West- und Oberlausitz: Barockschloss Rammenau, die einstige Sommerresidenz, zählt zu den schönsten Landbarockanlagen Sachsens. Die Dauerausstellung „ 300 Jahre Schloss- und Baugeschichte” vermittelt Wissenswertes über höfisches Leben. Traditionell erklingt im Spiegelsaal noch heute Kammermusik.

Ein uneinnehmbarer Zufluchtsort hoch über der Elbe erinnert an kriegerische Zeiten. Die Festung Königstein beeindruckt mit unterirdischen Befestigungsanlagen, dem tiefsten Brunnen Sachsens und der ältesten noch erhaltenen Kaserne in ganz Deutschland. Für die Erkundung benötigt man Zeit: Neben ihrer militärischen Bedeutung war die Festung vor allem als Staatsgefängnis gefürchtet, heute sind die verschiedenen Bauwerke Zeugnis einer wechselvollen Geschichte, die in mehreren Rundgängen thematisiert wird. 

Zivilisierter verlief die Entwicklung von Schloss Nossen. Die Anlage westlich von Dresden wurde durch geistiges Leben geprägt, ihre Geschicke jahrhundertelang von Bischöfen und Äbten bestimmt. Später diente Schloss Nossen den sächsischen Kurfürsten als Jagd- und Reiselager, der große Kaminsaal erinnert noch heute an allerlei festliche Gelage.

Auch im Erzgebirge sind herrschaftliche Anlagen in die Landschaft eingestreut. Burg Scharfenstein (Schloßberg 1, 09435 Scharfenstein) erlebte seine Blütezeit in der Renaissance, heute ist sie ein Symbol für die Sehnsucht der Erzgebirgler nach dem Licht: Lichterbögen, Engel, Bergleute und Nussknacker haben hier eine Heimstatt gefunden. Die Sammlung traditioneller und moderner Volkskunst ist das ganze Jahr hindurch geöffnet.

 
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